|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]()
|
Safari an den Comer See
25.05. - 28.05.2006 2
12 tapfere Flieger und Fliegeranhänge machten sich bei auf
der Alpennordseite denkbar schlechten Wetteraussichten auf den Weg ins gelobte
Land wo immer die Sonne scheint, nämlich an den Monte Cornizzolo bei Suello am
Comer See. Um die Gefahr von Wegelagerern die sicher an den Alpenpässen
auf reiche Beute warten zu minimieren teilte sich die Grosse Gruppe mit
verschiedenen Fahrzeugen (Auto, Wohnmobil, Motorrad, Wohnwagen) auf
verschiedene Routen auf. Schon am Nachmittag des Ankunftstages gelang den meisten der heroischen Gleitschirmflieger, (zumindest den vor 15:00 am Landeplatz angekommenen) ein erster schöner Thermikflug. Die mehr oder weniger regelmäßig zum Startplatz fahrenden Kleinbusse der ansässigen Flugschule brachten uns alle im laufe des Wochenendes mehrmals für nicht zu teure 6 Euro zuverlässig an den Startplatz. Oder vielmehr die Startplätze, denn bei Lust und Laune sind innerhalb 10 min Fußmarsch mehrere südlich ausgerichtete Startplätze zu erreichen. Am späten Nachmittag quartierten wir uns dann im von Horst ausgesuchten sehr schönen, recht ruhigen und wie der Name ‚Due Laghi’ schon sagt zwischen zwei Seen gelegen Campingplatz ein.
Dank der umfangreichen Camping-Ausstattung des Horstschen Wohnmobils und des Horstschen (diesmal Horst R.) Wohnwagens fehlte es uns an nichts und wir konnten an den sehr milden Abenden unter blauem Himmel lecker Grillen und frischen Salat zum Fliegerdinner bereiten. Verspeist wurde das ganze dann bei Glühwürmchen Beleuchtung, die, da zahlreich vorhanden, für ein nettes Leuchtspektakel sorgten und ausgiebigem Froschkonzert. Am zweiten Flugtag konnten wir natürlich alle die Italiener
mit zwei wunderbaren Flügen beeindrucken. Zuverlässige Thermik setzte an beiden
Tagen wegen leichter hoher Bewölkung und dem Poebenen typischen Dunst recht
spät so gegen 13:00 ein ermöglichte aber dennoch einige hundert Meter
Startüberhöhung. Landeplätze für Streckenflieger sind allerdings nicht sehr
dicht gesäht und man muss sich auch mal mit von Bäumen, Lampen, Zäunen,
Stromleitungen, und Strassen umgebenen Der schönste Flug gelang mir am frühen Abend, als ich eine Stunde lang gemeinsam mit 3 Milanen im stärker werdenden Südwestwind mit leichter eingelagerter butterweicher Thermik dicht über den Baumwipfeln herum soaren durfte, einfach traumhaft. Leider brachten die letzten beiden Tage zwar viel bessere Sicht, allerdings auch kräftigen Nordwind, in Fachkreisen auch Fön genannt. Deshalb war wandern angesagt. Natürlich machten wir uns auf um uns vom starken Wind am Gipfel des 1240m hohen Flugbergs selbst zu überzeugen. Und tatsächlich 50er-60er Böen umfegten das Gipfelkreuz und unser geübtes Fliegerauge erblickte superschöne mehrstöckige Lentis gen Norden. Nur die Durchtrainiertesten Bergwanderer erreichten den Gipfel (Harry L. war natürlich immer in der Spitzengruppe zu finden), die anderen begnügten sich mit dem Weg zum auf halber Höhe liegenden Basislager, einem Kloster. Das Gipfelteam setzte sich zusammen aus (Horst R. mit der vom Vortag sonnenverbrannten Heidrun R., Hans Peter E., Manfred L., Harry L. und Wolfgang S.). Besondere Erwähnung verdienen auch die abendlichen Spaghetti al Olio, kredenzt von Maitre Horst H. Die einhellige Meinung aller reichte von Brutal scharf über Essensverweigerung einer Person, zu gemeinsamem stöhnen über die brennenden Lippen, die laufenden Nasen und verstärkter Transpiranz, bei allerdings wie zuzugeben recht gutem Geschmack. (Wie sagte Horst doch gleich ‚naja, a bisserl scharf iss scho’) Wenigstens erschien der von Hans V. (der uns dankenswerterweise an seiner Salatdressingkunst teilhaben lies) etwas scharf gewürzte Salat dadurch wieder recht milde. Die auf das Essen folgende Spülerei konnte dank eines Schlagkräftigen Spülteams (bestehend aus bis zu 8 Personen) sehr schnell erledigt werden, somit konnte der nachfolgende gemütliche Teil des Abends länger andauern. Auch am nächsten Morgen brachte sich übrigens die Spaghettisauce mit einem gediegenen Schließmuskelnachbrennen beim Abgang, noch ein letztes mal in Erinnerung. Dennoch überlebten alle die letzte Nacht und aufgrund des anhaltenden Föns brachen wir zeitig die Zelte ab um die Heimreise anzutreten. Angesichts der extrem gelungenen Safari (vielen Dank für die Organisation Horst) können wir nur alle zuhause im Regen gebliebenen Flieger bedauern, aber wir erzählen Euch gerne von den Heldentaten am schönen Comer See. Es berichtete Wolfgang S.
|
![]()
| | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||