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Motorschirmkurs am Bodensee
November 2006
Da uns (6 Flieger, d.h. 2 Mann je Motorschirmausrüstung) das Novemberwetter gnädig gesonnen war konnte die Ausbildung in einer Woche samt Prüfung abgeschlossen werden. Ich war mir selbst nicht sicher wie störend der Fluglärm für mich sein würde und muss sagen, daß es dank der Gehörschutzkopfhörer gut auszuhalten ist. Für die am Boden ist der Lärm glaube ich bedeutend nerviger. Der Start ist schwer gewöhnungsbedürftig, nach 10 Jährigen nach vorne Lehnen beim Startlauf sollte ich mich nun plötzlich mit 25kg auf dem Rücken völlig aufrichten. Das fiel mir wirklich schwer. Nach nur wenigen Starts hebt man dann allerdings schon recht sicher und schnell ab. Ausnahme sind die Nullwindstarts, die etwas mehr Übung erfordern.
Zum Aufnehmen des Motors kniet man sich vor das Gerät um es dann nach oben zu wuchten, deshalb ist mein rechtes Knie nun total schmutzig, wie nach 10 Kniefalllandungen beim Gleitschirmfliegen (aber das glaubt mir sicher keiner, dass das quasi Absicht warJ) Man sitzt nicht ganz so bequem wie in einem Gleitschirmgurtzeug, da der Motor einen nach vorne schieben will und man etwas dagegen halten muß. Bei Überlandflügen könnte man besonders bei Gegenwind etwas schneller vorankommen, aber das kennen wir ja schon. Richtig Laune macht es knapp mit den Füßen über dem Boden entlangzufräsen und die Geländekontur abzureiten. Das erfordert natürlich ein geeignetes Gelände. Alles in allem ist die Sache ganz witzig, ob sich für mich für die Paar Flüge im Jahr die Investition eines eigenen Systems lohnt weiß ich noch nicht. Schön wäre es wenn man sich zu zweit eines teilen könnte, also probiert es doch auch einmal mit dem Motorschirm. Text: Wolfgang S.
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