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Rodelabend
Schon bei der Auffahrt im Sessellift konnten wir alle das tolle Wetter, arschkalt, windig und Nullsicht in vollen Zügen genießen. Wenigstens hatte der dichte Nebel den Vorteil dass man das Schneetreiben nicht mit ansehen musste. Gewisse Körperteile hätten sich bei dieser Auffahrt eine Sitzheizung gewünscht. Beim Aufmarsch durch die wundervoll verschneite Winterlandschaft zur Ostlerhütte, wurde dann zum Glück aber allen wieder warm. Die Stimmung auf der Hütte war bestens und auch beim Nachschub an Essen und Getränken gab es gab es keinen Mangel. Nach einigen gemütlichen Stunden wurde gegen 20:30 an den Aufbruch gedacht. Es wurden ernsthaft verschiedene alternativ Rodelrouten, wie die Breitenberg Nordseite und die Spezialabkürzung, am Engerle links abbiegen, diskutiert. Beides wurde aber wegen der schlechten Sichtverhältnisse wieder verworfen und wir entschieden uns zur Berodlung des traditionellen Fahrwegs. Präpariert mit Sturmhaube, Skibrille, Gamaschen… und Beleuchtungen vom 1000W Strahler bis zur lächerlich schwachen Kopffunzel machten wir uns auf den Weg. Auch bei den Schlitten war vom Kinderrodel bis zum Hightech Rennrodel alles vertreten. Wegen des vielen frisch gefallenen Schnees war die Piste nicht die schnellste und es gab die eine oder andere Laufstrecke zu bewältigen Trotz der geringen Geschwindigkeiten gab es einige unkontrollierte Situationen. Einige landeten rechts oder links, oder auch rechts und links, in jedem Fall aber unter der Schneeoberfläche. Der extrem pulvrige Schnee ließ sich aber leicht abschütteln. Die Ursache dieser Unfälle ist noch ungeklärt. Handelte es sich um menschliches Versagen, war es einfach nur Pech oder war gar Alkohol im Spiel? Diese wichtigen Fragen werden wohl nie geklärt werden. Aber auch Tragödien auf der Zwischenmenschlichen Ebene spielten sich ab. So wurde berichtet, dass Helmut gleich mehrmals von seiner Frau Elke verlassen wurde, die ihm einfach davon rodelte. Helmut wurde mit langer Zunge gesichtet wie er die Rodelstrecke herunterhechelte. Oder ein anderer Fall, Uwe stürze sich von hinten auf mich weil er nicht verkraften konnte dass ich mit meinem Kinderschlitten schneller war als er mit seinem Rennrodel. Wie auch immer, es gab zum Glück keine Verluste an Mensch und Material und es kamen alle der inzwischen auf die Zahl von 20 angewachsenen Rodler sicher am Parkplatz an. Wir verteilten uns auf die 3 Rückholfahrzeuge und fuhren selbstverständlich unter extremer Beachtung der Vorschriften für den Personentransport sicher zum Breitenbergparkplatz zurück. Zumindest hat keiner irgendwelche verstöße Gesehen, dazu war’s auf der Ladefläche zu dunkel. So ging ein schöner Abend zu Ende und bestens gelaunt verabschiedeten wir uns voneinander. Das Wort ausgelassene Stimmung wurde an dieser Stelle bewusst vermieden, um bei denjenigen die nicht mit kommen konnten keinen Neid aufkommen zu lassen. Dann bis zum nächsten Jahr. Wolfgang
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