Laveno 010

Safari Laveno oder Walensee?
Ursprünglich sollte es über Fronleichnam und das
darauffolgende Wochenende an den Walensee gehen. Das bereits die vorhergehenden
Wochen dominierende verheerende Wetter machte jedoch ein Ausweichen in den
sonnigen Süden notwendig. Der anfangs vorherrschende Nordwind sorgte bereits
hinter dem San Bernardino Tunnel für Wolkenauflockerung und weiter unten für
Wärme. Am Mittwochabend kamen Harry Lang, Harry Goedrich und Manfred
Luecke in Laveno an und trafen zur
Freude aller mich dort am Lande- und Campingplatz. Voll, wie sonst so oft, war
es nicht und so war schnell die Wagenburg gebaut. Endlich dem gnadenlosen
Regenwetter entronnen war schon mal ein guter Anfang.
Fronleichnam war von der Früh weg sonnig, Nordwind verblies aber schnell jeden Gedanken
ans Fliegen. Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Sonne ging es dann per Rad
in die nahen Schlucht mit drei 40-55 m hohen Wasserfällen. Manfred mußte leider
zu Fuß vorgeschickt werden, da er kein Fahrrad dabei hatte. Aber er war schneller
dort als wir und nicht nur das. Als
einziger durchstieg er die gesamte Schlucht, obwohl die Wege steil durch Erdrutsche teilweise völlig zerstört
sind. Am Nachmittag schlief dann sogar der Wind ein. Harry und ich fuhren mit
Pia und dem klapprigen Shuttle schnell zum Monte Nudo Startplatz und hatten
noch einen wunderbar ruhigen Abendflug. Als ich dann landete, waren nach sehr
langer Irrfahrt durch eine zugestaute Schweiz Jürgen Emmerich und Hans-Peter
Eickeler eingetroffen.
Der Freitag ließ sich windschwach an – sonnig sowieso. Also
war Fliegen angesagt. Die einen hatten bereits schon so starken Flugentzug, daß
sie gleich nach dem Frühstück zum Fliegen gingen. Die anderen ließen es
gemütlicher angehen. Die Thermik aber, war blubbrig doch jeder kam auf seine
Kosten.
Der Samstag war
fliegerisch der beste Tag. Schön aufdrehen in größflächiger Thermik über dem
Mt. Nudo und dem Sasso del Ferro. Die Aussicht auf den Lago Maggiore war
grandios. Auch der folgende laue Abend wurde durch Grillen verschönt. Harry
Lang grillte das leckere Fleisch, das er zusammen mit Hans-Peter besorgt
hatte.
Hitzig aber stets ergebnislos verliefen abends die
politischen Diskussionen. Alle redeten durcheinander und jeder wollte Recht
haben. Wie in einer Fernseh Talkshow. Aber man hat sich sofort wieder
vertragen, Handgreiflichkeiten blieben aus. Wahrscheinlich gehen die abends
nach den Fernseh-Talkshows auch alle friedlich vereint ein Bier trinken.
Hans C.