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Levico Terme 012
Levico Terme Monte Panarotta, fast wie Panna (ital. F. Sahne) oben noch ebenso weiß, und mindestens genauso lecker, zumindest was das Fliegerische angeht. Strahlend blauer Himmel empfängt uns im Valsugana. Jeder von uns ist mindestens schon einmal durchgefahren, wenn er in Trento Richtung Bassano abgebogen ist. Nur 20 Minuten und nach einigen Tunnels öffnet sich ein weites Tal rund um den Lago di Caldonazzo und Lago di Levico bei Levico Terme. Wir, das sind Harry L., Harry G., Uwe B., Karl P. und meine Wenigkeit, wollen das Fluggebiet hier erkunden. Werner S. kommt heute Abend noch nach. Leider konnten sich nur wir sechs aufraffen, um den Weg hierher in Angriff zu nehmen. Stimmt nicht ganz! Niklas B. kommt am Samstag noch nachgereist. Als wir ankommen suchen wir zuerst einmal den Landeplatz in Barco, ca. 3,5 km vom Startplatz entfernt. Google und etwas Vorinformation sei gedankt, ist dieser auch schnell gefunden. Ein ca. 300 m lange Wiese lässt einen Landeanflug wie mit einem Jumbo zu. Den können wir gar nicht verfehlen. Sofort machen wir uns auf den Weg zum Startplatz in 1470 m Höhe. Uwe, Harry G und Karl legen auch sofort ihre Schirme aus, um die mehr als 1000 m Höhendifferenz abzufliegen und nach Thermik zu suchen. Harry L und ich fahren mit dem Bus wieder nach Levico, wo wir in einer kleinen Pension Quartier beziehen. Schnell sind die Taschen in den Zimmern verteilt, und wir wieder auf den Weg zum Landeplatz, um den ersten der landet dazu zu verdonnern auch uns nach oben zu fahren. Schließlich wollen auch wir heute noch in die Luft. Auf der gegenüberliegenden Talseite scheint die Sonne verführerisch in die Felswände. Gleich nach dem Start mache ich mich auf den Weg dorthin, nachdem Harry am Startberg nichts findet. Leider ist es aber bereits zu spät, und auch die Felswände geben nichts mehr her. Schade. Also zurück zum Landeplatz, denn schließlich habe ich jetzt Barco zwischen mir und dem Landeplatz. Aber mit komfortablen 250 m über Grund kann ich meine Position setzen und mir dem Landeanflug beginnen. Alle Mann wieder gesund gelandet, auf geht’s; schließlich warten Riesen-Pizzen und süffiger Wein auf uns. Und auch Werner S. ist bereits eingetroffen, und erwartet uns in unserer Pension. Auch am Samstag das gleiche Bild: Strahlend blauer Himmel, der Wind steht perfekt an, wir sind die ersten am Startplatz, es ist ja erst 10 Uhr, also warten wir noch ein Weilchen. Im Garten der Kneipe am Startplatz lässt es sich vorzüglich Warten. Liegestühle und ein schattiges Plätzchen, ein 2. Cappuccino; so lässt sich’s aushalten! Um 11 Uhr starten die ersten und können sich halten. Uns kann nun natürlich nichts mehr halten. Schnell die Schirme ausgelegt und raus in die milde Frühlingsluft. Aber entweder geht das mit der Thermik nur mit Italienern, oder der vor uns hatte einfach Glück. Jedenfalls stehen wir alle nach ca. ½ Stunde wieder unten am Landeplatz. Kurz bevor wir wieder hochfahren, schläft aus einmal der Talwind ein und dreht wenig später von West auf Ost. Oben angekommen fegen dann Böen mit 30-35 km/h durch. An Starten ist da, zumindest für uns, nicht mehr zu denken. Wir setzen uns auf die Terrasse und schauen dem Starttreiben zu. Gegen 16 Uhr geben wir dann auf, und machen uns auf den Rückweg zur Pension, als uns Niklas B. entgegen kommt. Er ist extra noch von Innsbruck aus runtergefahren und kommt jetzt nicht einmal zu seinem Flug. Na Ja, Pizza und Wein (schon wieder) versöhnen auch ihn und ein geselliger Abend geht zu Ende. Am Morgen herrscht an der Pension zwar Windstille, aber als wir zum Landeplatz kommen, um ein Auto dort abzustellen pfeift es ordentlich. So bleibt uns nichts andere übrig, als Niklas’ Lenk-Gleitschirm auszupacken und ein wenig zu spielen, bevor wir uns entschließen nach Hause zu fahren. Denn unglücklicherweise sagt der Wetterbericht für Montag Regen voraus, so dass es wenig Sinn macht, den Tag noch hier zu bleiben. Leider wurden aus den 5 nur 3 schöne Tage, und leider konnten sich nur wenige aufraffen, dem Ruf des Südens zu folgen.
Horst H.
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