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2013/06/19 - 13:47

Safari ins Grödner Tal, 15. – 22.08.2004
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Bei strahlendem Sonnenschein erreichen wir am Sonntag nach einigen Stunden Autofahrt St. Ulrich. Die anderen Piloten sind bereits am Startplatz oder auf dem Weg dahin. Über Funk werden die nötigen Informationen über Start- und Landeplatz eingeholt. Kurze Zeit später sitze auch ich in der Bahn auf die Seceda. Beim Verlassen der Bergstation bleibe ich jedoch erst mal stehen und genieße die phantastische Sicht auf die Bergwelt der Dolomiten und auf die umgebenden Gebirgszüge. Bei klarster Luft erscheinen die Gipfel zum Greifen nahe.

Am Startplatz treffe ich Uwe und mit vereinten Kräften halten wir einen ausgelegten Tandemschirm am Boden damit der starke Wind den Piloten mit seinem Passagier nicht umreißt. Auf Kommando des Piloten geben wir den Schirm frei und dieser demonstriert uns einen perfekten Starkwindstart.

Nach einiger Zeit sind dann auch wir in der Luft. Die Flugbedingungen sind optimal. Bei einer Flughöhe von weit über 3000 m haben wir eine atemberaubende Sicht auf Langkofel, Sella, Geislerspitzen, Marmolada, Rosengarten und viele andere. Was gibt es schöneres als Gleitschirmfliegen?

Daß auch noch andere uns bekannte Piloten in der Luft sind, merken wir, als plötzlich Horst Rottler mitfunkt. Er fliegt gerade über den Hirzer im Passeiertal. Geteilte Freude ist doppelte Freude.

Auch in den nächsten Tagen ist Fliegen angesagt. Am Dienstag sitzen wir wieder mal bei optimalem Wind am Startplatz, - in den Wolken. Da zeigt uns Klaus vom örtlichen „Club Gherdeina“ wie man bei solchen Bedingungen trotzdem starten kann. GPS macht´s möglich. Am Nachmittag geht´s mit der Bahn und den Fahrrädern auf die Seisser Alm. Bei einer schönen Tour streifen wir den Schlern und fahren am Fuße von Platt- und Langkofel zum Monte Pana. Mit einer rasanten Abfahrt geht es ins Tal nach St. Christina und am romantischen Grödnerbach entlang führt uns der Weg zurück nach St. Ulrich.

Am Mittwoch ist der Südwind so stark, daß wir uns entschließen nicht zu fliegen, sondern etwas für die Schirmbeherrschung zu tun. Nach Rückfrage von Jürgen bei den einheimischen Piloten wird uns als geeigneter Platz der Monte Pana auf der Seisser Alm empfohlen. Groundhandling mit einer traumhaften Kulisse und Uwe erntet den Beifall der zahlreichen Touristen für einen 100 m-Flug.

Am späten Nachmittag wird das Festzelt für das am Wochenende stattfindende Flugfest angeliefert. Wir helfen beim Aufstellen des Zeltes mit und die Arbeit geht so flott, daß fast die ganze Mannschaft mit der letzten Bahn um 17.30 Uhr für einen Abendflug auf die Seceda fährt.

Ein weiterer Startplatz wird am Donnerstag erkundet. Mit drei ortskundigen Tandempiloten geht´s nach Wolkenstein und hinauf zum „Ciampinoi“. Die Skipiste unterhalb der Bergstation ist der perfekte Startplatz für einen gemütlichen Nachmittagsflug. Am Abend wiederholt sich dann das Szenario vom Vortag. Mit der letzten Bahn geht´s wieder auf die Seceda. Nach einer kurzen Einkehr in der Sofie-Alm erleben wir noch einen wunderschönen Abendflug.

Am Freitag nutzen wir die Südlage und fahren mit der schier endlosen Sesselbahn auf die „Raschötz,“ einen weiteren Startplatz, der von St. Ulrich aus erreicht werden kann. Das unsichere Wetter treibt uns zur Eile und nach kurzem Gleitflug packen wir mit den ersten Regentropfen den Schirm zusammen.
Für den Samstag und Sonntag hat der Gleitschirmclub für sein alle 2 Jahre stattfindendes Fliegerfest ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Ein buntes Durcheinander von Gleitschirmfliegern, Fallschirmspringern, Akropiloten, unter ihnen auch Mike Küng, verschiedenen Hubschraubern und einem Heißluftballon sorgten für Kurzweil bei den Zuschauern. Beim „Südtirol Cup Gröden“ am Sonntag zeigten die Mitglieder des Clubs, daß sie auch ausgezeichnet fliegen können. Einige Flüge sind im OLC dokumentiert und dort unter dem Datum vom 22.08.2004 zu finden. Startplatz Seceda (IT).

Alles hat ein Ende und so verabschiedeten wir uns nach einer erlebnisreichen Woche vom Grödnertal, mit dem festen Vorsatz, in nicht allzu ferner Zeit mal wiederzukommen.
Dank an Jürgen Vaupel und Hans Vogl, beide Mitglieder im „Gherdeina Gleitschirmflieger-Club“, für die Organisation dieser Safari und Dank auch an die Piloten des Club´s für die freundliche Aufnahme und Unterstützung. Dank auch an die Safari-Teilnehmer und unser „Bodenpersonal“ für eine harmonische Woche im Grödnertal
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